Auf welche Frage ist KI die Antwort? KI-Woche am 2. & 3. November 2026
Workshops zu KI und Datenschutz / Freundschaften und Beziehungen mit KI-Begleitern
KI im Einsatz in der Justiz, der Verwaltung und im Unternehmen / Antisemitismus, Hate Speech und autoritäre Bildpolitik
Wenn KI als etwas scheinbar Übernatürliches diskutiert wird, was außer Kontrolle geraten kann, was bedeutet das? Wenn der Eindruck erweckt wird, dass die Menschen keine Wahl haben, was folgt daraus? Mit den Achseln zucken? Man kann es auch so sehen: KI ist nichts Übernatürliches und auch keine Naturgewalt. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz hat sehr konkrete Einsatzbereiche und ist sehr konkreten Menschen zuzuordnen. Das europäische Werte- und Rechtssystem kennt Verantwortlichkeiten und es kennt Grundrechte der Menschen, die zu wahren sind.
Die diesjährige KI-Woche des Landesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg Prof. Dr. Tobias Keber liefert einen Beitrag dazu, KI als etwas Menschengemachtes und Konkretes einzuordnen und Anwendungen in der Praxis zu diskutieren. „Auf welche Frage ist KI die Antwort?“ lautet daher der Titel der diesjährigen Veranstaltung, die am 2. & 3. November in Stuttgart in der Heilbronner Straße 41 (GENO-Haus) unweit des Hauptbahnhofs stattfindet und an der Interessierte kostenfrei teilnehmen können.
Welche tatsächlichen Risiken stecken in KI, wo und wie kann KI rechtskonform eingesetzt werden, wie hebt man die Potenziale von KI-Anwendungen und reduziert zugleich die Eingriffe in die informationelle Selbstbestimmung der Menschen? Referent_innen des Landesbeauftragten bieten Hands-on Workshops (z.B. KI-Einsatz in der Verwaltung, KI-Transkription von Besprechungen in Unternehmen), der Digitalisierungsexperte und Fraktionsreferent im Europäischen Parlament Ralf Bendrath ordnet die europäische Reformdebatte zu Anpassungen im Datenrecht ein. Der Innovationsforscher Maximilian von Grafenstein geht der Frage nach, wie Datenschutz und innovative Entwicklungen zusammenwirken können. Der IT-Rechtler Georg Borges beleuchtet die Schnittstelle von Datenschutz und KI und zeigt am Beispiel der Justiz, wie man in der Praxis Risiken beim KI-Einsatz abwägen kann. Die Völkerrechtlerin Silja Vöneky forscht u.a. zu verantwortungsvoller KI und spricht zur Frage, wie man Hochrisiko-KI regulieren kann und soll. Wie das Recht und die technologische Entwicklung zusammenpassen (können), besprechen Georg Borges, Silja Vöneky sowie der Landtagsabgeordnete Thomas Hentschel. Der Autor Wolfgang Ullrich („Memokratie“) und der Beauftragte gegen Antisemitismus und für jüdisches Leben Michael Blume sprechen über die algorithmisch gesteuerte Kommunikation von Menschen und Maschinen und ordnen KI, Hate Speech und autoritäre Bildpolitik, wie sie etwa auf großen Kommunikationsplattformen präsent ist, ein.
Mit dem Film „Finding Connection“ und dem anschließenden Filmgespräch mit dem Regisseur Florian Karner und dem Pfarrer Christoph Kiworr wirft der Landesbeauftragte ein Schlaglicht auf sogenannte KI-Begleiter, die als ganz persönliche Freunde von Menschen fungieren sollen.
Der Eintritt zur KI-Woche ist frei. Wer vor Ort teilnehmen möchte, wird gebeten sich online anzumelden. Die Vorträge der KI-Woche werden zudem live auf PeerTube gestreamt – bis auf den Filmabend und die Workshops. Programm und Anmeldung: lfdi-bw.de/ki-woche-2026

Aus dem Film Finding Connection (copyright: Carina Neubohn)
Illustration Plakat KI-Woche: Y. Dwipurti
Beitrag vom 22.10.2026
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