Der Beschäftigtendatenschutz regelt den Umgang mit Daten von Arbeitnehmern und Beamten durch ihren Arbeitgeber bzw. Dienstherrn, unabhängig davon, ob dieser automatisiert oder nicht automatisiert erfolgt. Die Regelungen zum Beschäftigtendatenschutz geben den Rahmen vor, innerhalb dessen Mitarbeiterdaten rechtlich zulässig verarbeitet werden dürfen: Dieser umfasst die Voraussetzungen für die Verarbeitung dieser Daten durch den Arbeitgeber sowie den Schutz der Mitarbeiterdaten vor unberechtigter externer und interner Nutzung. Neben den Rahmenbedingungen für berechtigte betriebliche Verwendungen im Zuge der Begründung oder Durchführung eines Beschäftigungsverhältnisses regelt der Arbeitnehmerdatenschutz auch die Verwendung der Mitarbeiterdaten zur Ermittlung von Straftaten. Insbesondere die elektronisch vernetzte Arbeitswelt führt zu komplexen Anforderungen von individuellen Schutzinteressen seitens Gesetzgeber, Mitarbeitern, Kunden und dem Unternehmen als Arbeitgeber.

Stellt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern ein E-Mail-Account und/oder die Möglichkeit der Internet-Nutzung am Arbeitsplatz zur Verfügung, stellen sich datenschutzrechtliche Fragen bezüglich der Erhebung, Speicherung und Nutzung der damit zusammenhängenden personenbezogenen Daten der Beschäftigten.

Mehr hierzu die Orientierungshilfe der Datenschutzaufsichtsbehörden zur datenschutzgerechten Nutzung von E-Mail und anderen Internetdiensten am Arbeitsplatz

Die Bundesregierung hat im Jahr 2010 einen Gesetzentwurf zum Schutz von Arbeitnehmerdaten beschlossen. Dieser Gesetzentwurf befindet sich immer noch im Gesetzgebungsverfahren. Zuletzt wurden im Januar 2013 Änderungsanträge aus den Regierungsfraktionen des Bundestages eingebracht, allerdings wurde die anschließend vorgesehene Beratung in den Bundestagsausschüssen aufgrund der öffentlichen Kritik an den Änderungsvorschlägen wieder abgesetzt.

Die Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder haben wiederholt zu dem Gesetzgebungsvorhaben Stellung genommen.

Entschließung der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder vom 16./17. März 2011

Entschließung der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder vom 25. Januar 2013

Entschließung der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes und der Länder vom 27./28. März 2014