Der Künstler Florian Mehnert beleuchtet in seinem Vortrag am Freitag, 8. Juli 2022, Hintergründe und aktuellen Strategien des sogenannten Überwachungskapitalismus – ein Begriff, der vor allem von der US-Amerikanerin Shoshana Zuboff geprägt ist. Mehnert führt anschaulich durch die komplexen Vorgehensweisen der Monetarisierung unserer Daten und beschreibt anhand aktueller Beispiele Konfliktfelder mit den europäischen Leitgedanken von Datenschutz und unserem Verständnis von Demokratie.

Das allgegenwärtige Internet ist eine nicht mehr wegzudenkende Realität. Wir handeln, kaufen ein und informieren uns. Wir kommunizieren, arbeiten und vergnügen uns darüber. Die Forschung etwa hat einen enormen Schub durch die Digitalisierung erhalten. Die Vorzüge des Digitalen sind unverkennbar. Durch die Möglichkeit, persönliche Verhaltensdaten der Nutzer_innen zu sammeln, sind neue ökonomische Strukturen entstanden, die sich schneller entwickelt haben als unsere Kulturtechniken.

Die Verwertung von Daten schafft auch tiefgreifende Möglichkeiten der Desinformation und Manipulation. Nicht nur in Bezug auf unser Konsumverhalten, sondern auch in unserem Denken und in Bezug auf unsere Wahrnehmung.

Der Vortrag diskutiert und erläutert die Folgen des datengetriebenen Wirtschaftens für den Einzelnen und unsere Gesellschaft. Zielsetzung ist es, den Teilnehmenden einen tiefen Einblick und eine differenzierte Sicht in die Welt der Datenverwertung zu vermitteln.

Über Florian Mehnert

Florian Mehnert ist postmedialer Konzeptkünstler. In seiner Arbeit setzt er sich mit der hochtechnisierten, sich stark beschleunigenden Realität, mit gesellschaftlichen und aktuellen politischen Themen auseinander. Dabei arbeitet er mit einem erweiterten Kunstbegriff, der oft die Partizipation der Rezipienten in den Mittelpunkt stellt.

In seinem großangelegten Projekt FREIHEIT 2.0 (2016 in Weil am Rhein und 2018 in Stuttgart) untersuchte er den Einfluss der Big Data auf die der Gesellschaft. Als „out of the box“ – Denker ist Florian Mehnert ein gefragter Sprecher und Diskutant, der seine unabhängige Sicht differenziert und als erfrischendes „so habe ich das noch gar nicht gesehen“-Erlebnis zu vermitteln weiß.

Seine Arbeiten erlangen nationale und internationale Anerkennung und vielseitige mediale Resonanz. Er war Artist in Residence im Museumsquartier in Wien. Seine Werke wurden unter anderem im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt, im C/O Berlin, im Kunstverein Wolfsburg, der Kulturstiftung Vögele, Schweiz, Disseny Hub, Barcelona, und im Offenen Kulturhaus Oberösterreich in Linz gezeigt.

Termin:
Freitag, 8. Juli 2022, 20 Uhr
Ort: Beim LfDI in der Lautenschlagerstraße 20, 70173 Stuttgart / Online: BBB

Wenn Sie an der Veranstaltung vor Ort teilnehmen möchten: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/offene-veranstaltung-2022-019-p-buchen/

Wenn Sie an der Veranstaltung online teilnehmen möchten: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/offene-veranstaltung-2022-019-o-buchen/

 

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