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Programmflyer

7. bis 14. Juli 2022 vor Ort beim LfDI in Stuttgart und online: „Künstliche Intelligenz und Datenschutz: Was heißt hier Selbstbestimmung?“

Eröffnung am Donnerstag, 7.7., 16 Uhr mit Schriftstellerin und Bloggerin Kathrin Passig und Philosophin Prof. Catrin Misselhorn

Programmübersicht:
https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/ki-woche-2022/.

Der Landesbeauftragte Dr. Stefan Brink: „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz prägt die digitale Transformation und ist nicht nur sehr bedeutsam für die Wirtschaft und den öffentlichen Sektor, sondern vor allem für den Alltag der Menschen.
Wir haben aus unterschiedlichen Fachdisziplinen Expert_innen eingeladen, die ihr Wissen mit uns teilen und einem breiten Publikum präsentieren. Nur mit mehr Wissen können wir in Zukunft souverän mit Künstlicher Intelligenz umgehen. Ich danke den Referent_innen, dass sie uns dabei helfen, Künstliche Intelligenz besser zu verstehen.“

Ein wesentlicher Teil der digitalen Transformation ist durch den verstärkten Einsatz von Künstliche Intelligenz (KI) gekennzeichnet. Doch wo überall steckt KI drin, wer entscheidet über die Einsatzgebiete und den Einsatz, und welche Chancen und Risiken sind mit Künstlicher Intelligenz verbunden?

Die gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber, was Künstliche Intelligenz kann und was sie können soll, ist notwendig, um KI in unseren Alltag integrieren zu können und für sie Akzeptanz zu schaffen – nicht als etwas Abstraktes und Fremdes, sondern als eine Technik, die gestaltet werden kann und muss. So wird ein nachhaltiger und selbstbewusster Umgang mit KI erst möglich.

Mit der KI-Woche wirft der Landesbeauftragte Stefan Brink einen umfassenden Blick auf Künstliche Intelligenz – von der Grundlagenforschung bis zur praktischen Anwendung in Unternehmen und den ethischen Reflexionen zum KI-Einsatz.

Namhafte Unternehmen, international renommierte Wissenschaftler_innen und Expert_innen der Verwaltung stellen ihre Arbeit vor, diskutieren miteinander und ermöglichen einem breiten Publikum mit dem hybriden Veranstaltungsformat eine intensive Auseinandersetzung mit Künstlicher Intelligenz.

Am Eröffnungstag, Donnerstag, 7.7., 16 Uhr, gestaltet die Schriftstellerin, Bachmann-Preisträgerin und Bloggerin Kathrin Passig mit ihrem Vortrag „Die Vergangenheit der Zukunft: 70 Jahre Künstliche Intelligenz“ den Einstieg in die Veranstaltungsreihe. Sie erzählt eine Geschichte der Künstlichen Intelligenz und verschafft so eine erste Ordnung der Thematik. Anschließend fragt Prof. Catrin Misselhorn, ob Künstliche Intelligenz moralisch handeln kann. Das Verhältnis von Mensch und Maschine wird hier ethisch ausgeleuchtet. Die Professorin für „Digitale Methoden in der Produktion“ Doris Aschenbrenner teilt sodann in ihrem Impuls „KI in der Praxis“ ihren „Anwenderblick“ mit den Zuschauer_innen, abschließend wirft der LfDI-Referent Dr. Kristof Meding seinen Blick als Techniker aufs Thema und veranschaulicht, was heute und morgen möglich ist.

Man muss kein_e KI-Expert_in sein, um an den Veranstaltungen teilzunehmen. In allen Panels führen die Gäste in kurzen Impulsvorträgen ein, um anschließend mit den anderen Podiumsteilnehmenden ins Gespräch zu kommen. Zwischen den Vorträgen und der Diskussion können die Zuschauer_innen vor Ort und online Fragen formulieren, die nach Möglichkeit von den Moderator_innen der Panels aufgegriffen werden.

Am Freitag, 8.7., 17 Uhr, rückt das Mega-Thema „Mobilität“ in den Fokus: Vertreter_innen von Mercedes-Benz, dem Verkehrsministerium, der Stadt Freiburg, dem Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung und des LfDI gehen nach kurzen Impuls-Vorträgen miteinander ins Gespräch zur Zukunft der Mobilität.

Am Abend, ab 20 Uhr, lotet der Künstler Florian Mehnert in seinem Vortrag das Verhältnis Big Data und Freiheit aus.

Am Montag, 11. Juli, geht es ab 16 Uhr weiter: Im Panel „KI und Gefühle“ blicken herausragende Expert_innen aus unterschiedlichen Fachrichtungen auf die Fragen, was KI auf dem Feld der Emotionen kann und was wir als Menschen und Gemeinschaft von KI hier erwarten. Die Philosoph*in Dr. Janina Loh, Expert*in für Roboterethik, und Prof. Felix Wichmann, DPhil, der sich an der Universität Tübingen an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit Neuronaler Informationsverarbeitung befasst, sprechen über die digitale Transformation unseres Soziallebens und darüber, ob die derzeit in der KI so populären und erfolgreichen tiefen neuronalen Netze ähnlich „sehen“, „denken“ und „entscheiden“, wie es der Mensch tut. Unter dem Titel „Mögen Maschinen Menschen?“ kommen Loh und Wichmann miteinander ins Gespräch.

Im Anschluss an das Panel geht es um 18:15 Uhr weiter mit „KI in der Arbeitswelt I: Zukunft wird gemacht – Von der Forschung bis zur Marktreife“. Hier kommt geballtes Wissen aus der Forschung, der Anwendung und der Verwaltung zusammen: Der Co-Direktor des Ellis-Instituts in Tübingen Prof. Matthias Bethge, Matthias Menn (Referent für Grundsatzfragen im Bereich KI beim Wirtschaftsministerium, betreut unter anderem auch den Innovationspark KI, der derzeit in Heilbronn entsteht) und Prof. Doris Aschenbrenner von der Hochschule Aalen präsentieren kurz ihre Arbeitsfelder, um anschließend mit dem Landesbeauftragten Dr. Stefan Brink, darüber zu sprechen, wie Zukunft sich gestalten lässt und gestaltet wird.

Am Dienstag, 12.7., geht es um 16 Uhr weiter, mit „KI in der Arbeitswelt II“. Im zweiten Panel richtet sich der Fokus darauf, wie wir zukünftig Künstliche Intelligenz gestalten können. Mit Claus Holzknecht von SAP SE, Welf Schröter vom Forum Soziale Technikgestaltung und Miriam Rateike, die sich am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Tübingen und an der Universität des Saarlandes bei ihrer Forschung auf die Entwicklung von Algorithmen für faire Entscheidungsfindung unter realistischen Annahmen konzentriert, kommen Expert_innen zusammen, die darüber sprechen, wie wir Künstliche Intelligenz möglichst diskriminierungsfrei gestalten können.

Um 18:15 Uhr ändert sich die Perspektive und der Fokus richtet sich auf „KI und Sicherheit“ und auf den Balanceakt, der in diesem Themenfeld zu vollziehen ist: Sicherheit schaffen und Freiheit bewahren. Prof. Johannes Maucher (Leiter des Instituts für angewandte künstliche Intelligenz (IAAI) an der Hochschule der Medien Stuttgart), der Präsident des LKA Baden-Württemberg Andreas Stenger, Vertreter_innen der Firma Ikara Deep Vision Solutions, die sich mit Möglichkeiten KI-gestützter Bildverarbeitung für Sicherheitsbehörden befasst, sowie Sebastian Hümmeler (Hauptberichterstatter für die Facial Recognition Guideline des Europäischen Datenschutzausschusses (EDSA) und Prof. Ralf Poscher (Direktor Öffentliches Recht beim Max-Planck-Institut für Kriminalität, Sicherheit und Recht, Freiburg) kommen hier miteinander ins Gespräch.

Am Mittwoch, den 13.7., geht es ab 16 Uhr um „KI und Gesundheit“. Das Panel ist mit der provokativen Frage „Wer braucht noch Ärzte?“ überschrieben. Hier diskutieren Prof. Wilhelm Stork (Direktor FZI Forschungszentrum Informatik), Dr. Keno März (Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg), Dr. Dietmar Frey (Managing Direktor, Charité Lab for Artificial Intelligence in Medicine) und Dr. Martin Hähnel (Verlag Karl Alber und BMBF-Projekt VUKIM – Verantwortungsvoller Umgang mit Künstlicher Intelligenz in der Medizin) über den möglichen und möglicherweise nötigen KI-Einsatz im Gesundheitssektor.

Zum Abschluss der KI Woche richtet sich am Donnerstag, 14.7., um 16 Uhr, das Augenmerk auf das Land und die Digitalisierung in Baden-Württemberg. Mit dem Blick auf „KI und Gesellschaft“ formuliert Christopher Coenen vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT in Karlsruhe anschließend einen historisch-utopischen Blick, der auf das verweist, was im Zentrum der technischen Entwicklung steht: Die Menschen, welche die Technik nutzen.

Weitere Informationen:

Der Livestream ist für alle Interessierten ohne Anmeldung und frei zugänglich, für die Teilnahme vor Ort in Stuttgart wird um Anmeldung gebeten. Programm, Informationen zu den Vorträgen und Diskussionsrunden, Anmeldung: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/ki-woche-2022  

Bereits jetzt online verfügbar
Im aktuellen Podcast „Datenfreiheit“ sprechen LfDI Dr. Stefan Brink und Prof. Tobias Keber von der Hochschule der Medien in Stuttgart über Künstliche Intelligenz, was sie kann und können sollte, warum wir als Gesellschaft aushandeln müssen, wo sie zum Einsatz kommen soll, und welche Regeln die EU-Kommission für KI vorschlägt: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/podcast-datenfreiheit-folge-24-kuenstliche-intelligenz-und-datenschutz/

Die Philosoph*in Dr. Janina Loh, Expert*in für Roboterethik, gibt einen überblickenden Einstieg zu Künstlicher Intelligenz und Selbstbestimmung hier: https://www.baden-wuerttemberg.datenschutz.de/janina-loh-ethik-ki/

Programmkoordination
Benjamin Bäßler, Simone Markovic, Cagdas Karakurt (alle LfDI)

Beitrag vom 30.6.22/aktualisiert am 13.7.22

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