Meldung von Datenpannen

Verantwortliche und Auftragsverarbeiter sind gesetzlich verpflichtet gem. Artikel 33 Abs. 1, 2 DS-GVO der Aufsichtsbehörde unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden Datenpannen zu melden, wenn durch einen Vorfall ein Risiko für die Rechte betroffener Personen entstanden ist. Unsere Zuständigkeit für öffentliche und nicht-öffentliche Stellen folgt aus Artikel 51, 55 DS-GVO, § 40 Abs. 3 BDSG und § 25 Abs. 1 LDSG. Wir verarbeiten die im Rahmen der Pannenmeldung erhobenen personenbezogenen Daten aufgrund unserer gesetzlichen Verpflichtung als Aufsichtsbehörde (Artikel 6 Abs. 1 Buchstabe c DS-GVO) und zur weiteren Bearbeitung der Meldung sowie zur Prüfung, ob betroffene Personen nach Artikel 34 Abs. 1 DS-GVO über die Verletzung zu benachrichtigen sind.

Die Bereitstellung personenbezogener Daten zu Ihrer Person gegenüber dem LfDI im Zusammenhang mit Datenpannenmeldungen erfolgt auf der Grundlage der gesetzlichen Verpflichtung des Artikels 33 DS-GVO. Sollten Sie uns gegenüber darüber hinaus zur Auskunft verpflichtet sein, weisen wir Sie hierauf durch eine gesonderte Erklärung hin, in der wir Sie auf gegebenenfalls bestehende rechtlich nachteilige Folgen einer durch Sie unterbliebenen Auskunft aufmerksam machen.

Wir nutzen die gesammelten Daten um die Datenpanne zu dokumentieren, um Entscheidungen darüber zu treffen, welche Maßnahmen wir ergreifen werden, um Sie für weitere Angaben zu kontaktieren und um Sie über alle Maßnahmen, die wir getroffen haben, zu informieren.

Wir speichern die im Rahmen der Datenpannenmeldung erhobenen Angaben für die Dauer von drei Jahren. Die für die Fallbearbeitung benötigten Daten, die wir im Rahmen unserer Aufsichtstätigkeit verarbeiten, werden in der Regel drei Jahre nach Abschluss des Verfahrens vernichtet, es sei denn, die Unterlagen werden vom Landesarchiv übernommen. Diese Frist beginnt mit Ablauf des Jahres, in dem die Bearbeitung der Datenpanne abgeschlossen wird. Zeitgleich mit der Vernichtung der Unterlagen werden auch die dazugehörigen Einträge in unserem elektronischem Aktenverwaltungssystem gelöscht.

Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten in unserer amtlichen Funktion als Aufsichtsbehörde, daher haben Sie das Recht, der Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten zu widersprechen. Es gibt jedoch auch berechtigte Interessen, die uns erlauben, Ihren Widerspruch zurückzuweisen. Diese hängen von den jeweiligen Umständen ab, aufgrund derer wir Ihre personenbezogenen Daten verarbeiten.

Für weitergehende Informationen über Ihre Rechte, lesen Sie bitte hier: Ihre Rechte.

Bei Meldung Ihrer Datenpanne arbeiten wir nicht mit Auftragsverarbeitern zusammen. Anderes gilt, wenn Sie Ihre Meldung per Online-Meldeformular einreichen. Informationen hierzu finden Sie hier.